Teure Fehler vermeiden

Kommt es zu einem Autounfall, liegen bei vielen Familien erst mal die Nerven blank. In der Aufregung passieren dann nicht selten fatale Fehler, die später bares Geld kosten können. Worauf Sie achten sollten und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten.

Autounfall – Stelle absichern

Nach einem Autounfall heißt es deshalb vor allem für Eltern, die womöglich mit ihren Kindern unterwegs sind, einen kühlen Kopf zu bewahren und erst mal die Unfallstelle abzusichern. Kommt es nämlich ohne Absicherung zu einem Folgeunfall, schlimmstenfalls mit Personenschäden, können einem folgenschwere Verfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung oder gar fahrlässiger Tötung blühen. Und selbst, wenn nichts passiert, muss man mit einem Verwarnungsgeld von mindestens 30 Euro rechnen.

Autounfall – Situation dokumentieren

Jetzt ist Zeit den Ablauf des Autounfalls schriftlich festzuhalten. Dabei ist vor allem Stellung und Winkel der beteiligten Fahrzeuge zueinander wichtig, um später den genauen Hergang beweisen zu können. Besonders hilfreich ist hier der europäischer Unfallbericht, den es als Vordruck bei den meisten Versicherern oder kostenlos als PDF im Internet gibt. Wer zu früh zur Seite fährt, verschlechtert in der Regel die Beweissituation. Bei Bagatellschäden sollte man allerdings schnell die Straße frei machen. Ansonsten droht ein Verwarngeld von bis zu 35 Euro.

Autounfall – Daten aufnehmen

In der Aufregung wird oft vergessen alle Daten des Unfallgegners aufzunehmen. Dazu gehören vor allem das Kennzeichen des Fahrzeugs, die Autoversicherung und Versicherungsnummer, der Halter des Fahrzeugs und vor allem der Fahrer.Auch die Daten möglicher Zeugen sollten direkt vor Ort festgehalten werden. Denn, Geld gibt es von der Versicherung erst, wenn der sämtliche Informationen vorliegen.

Autounfall – Verhalten bei Verletzungen

Wurden Personen verletzt müssen in jedem Fall Polizei und Rettungsdienst verständigt werden. Hat ein Mitglied der Familie selbst Verletzungen davongetragen, die nicht notärztlich behandelt werden müssen – wie zum Beispiel ein Schleudertrauma – sollte man auf alle Fälle sobald wie möglich einen Arzt aufsuchen, der ein Attest darüber ausstellen kann, dass die bestehenden Beschwerden mit dem Unfall in Zusammenhang stehen. Wird dies versäumt, ist später schwer nachzuweisen, dass bestehende Probleme oder Schmerzen von dem Unfall herrühren.

Autounfall – Vorschnelles Schuldeingeständnis

Besonders fatal ist es vor Ort ein vorschnelles Schuldeingeständnis abzugeben. Auch, wenn die Schuldsituation noch so klar erscheinen sollte, darf man sich niemals zu einem „ich war der Schuldige“ hinreißen lassen oder gar eine schriftliche Erklärung darüber abgeben. Die Autoversicherung gerät damit nämlich in die Pflicht den Schaden auf alle Fälle regulieren zu müssen – obwohl sie das unter Umständen sonst gar nicht müsste. In so einem Fall kann die Autoversicherung dann den ihr entstandenen Schaden wieder von ihrem Kunden zurückfordern.

Autounfall – Schaden melden

Nach einem Verkehrsunfall sollte der Schaden spätestens innerhalb einer Woche der Autoversicherung gemeldet werden und dabei die schriftliche Schadensmeldung gewissenhaft ausgefüllt werden. Falsche Angaben – etwa zu Vorschäden – können teuer zu stehen kommen. Davor warnt ausdrücklich der ADAC. In so einem Fall kann die Autoversicherung nämlich die Leistung verweigern, kürzen oder auch bereits erbrachte Leistungen wieder zurückfordern.

Quelle / Text: Anja Lang, geldsparen.de

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